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Die Angst fliegt mit . . .

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Flugabwehr . . . nicht mehr nur im deutschen, jetzt auch im österreichischen Luftraum.

Zitat aus einem Artikel unter kurier.at:
"Zum Schutz von EU-Veranstaltungen in Wien, Salzburg und Innsbruck wird das Bundesheer auch Fliegerabwehrkanonen und Raketen in Stellung bringen. Es muss nicht gleich ein Terrorist sein. Gefahrenpotenziale können auch Hobbypiloten oder Provokateure sein."

Das ORF berichtet:
"Abschuss ohne Warnung   -   Konkret sollen 3,5-Zentimeter-Zwillingsfliegerabwehrkanonen und Fliegerabwehrlenkwaffen am Boden in Stellung gebracht werden."

Rückblick:
Der Besuch von G.W. Bush in Deutschland machte den Anfang. Mit einem Radius von 30 NM wurde der komplette Luftraum gesperrt, der Verkehr wurde großflächig zum Erliegen gebracht, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
Der Papstbesuch reihte sich nahtlos in diesen Abriegelungswahn ein. Selbst Modellflieger mussten am Boden bleiben (siehe DMFV (Deutscher Modellflieger Verband) oder auch www.rc-network.de).
Das Ganze wurde von Polizeikräften in Hubschraubern und Streifenwagen vor Ort kontrolliert.


Aktuell:
Für die WM 2006 sind für alle 12 Stadien ebenfalls wieder 30-NM-Sperrgebiete geplant. (siehe unsere Artikel zu diesem Thema)
Jegliche Beteuerungen nach dem Motto: "Aktivierung nur für VIPs und bei akuten Sicherheitslagen . . ." dienen nur der Beruhigung und Abschwächung des berechtigten Protests der Privat- und Sportpiloten.
Ganz anders hören sich Aussagen von Bayerns Innenminister Günther Beckstein an, der davon spricht, die Vorkehrungen zu verschärfen und sogar eine Grundgesetzänderung anstrebt (siehe "Mehr Personal oder ein bisschen Chemie?" oder diese Meldung auf www.N24.de)

Ausblick:
Österreich hat den EU-Vorsitz übernommen und sofort schießen auch dort die Sicherheitsvorkehrungen wie Pilze aus dem Boden. An "vorderster Front" der Sicherheitsmaßnahmen sind Maßnahmen zur Terrorabwehr aus der Luft.
Sofortiger Abschuss, ohne Warnung!
Das sind die neuen Gefahren, denen sich Privat- und Sportpiloten ausgesetzt sehen. Wiederum keine Abwägung zwischen der öffentlichen Stimmungsmache gegen alles was aus der Luft kommt und den tatsächlichen Terrorgefahren, die sich hauptsächlich erdgebunden abspielen. Berufliche, private und sportliche Fliegerei wird zur "Hobbyfliegerei" degradiert und medienwirksam ausgeschlachtet. Richten sich die Panzer und Panzerfäuste auch gegen "Hobbyautofahrer"?

Spätestens jetzt wäre die Zeit gekommen, wo alle Verbände gemeinsam, bundesländerübergreifend und länderübergreifend, die Position der Privat- und Sportfliegerei an die Öffentlichkeit bringen und medienwirksam Gegenposition zu dieser überaus gefährlichen Entwicklung beziehen müssen!

Bleibt zu hoffen, dass sich solche Szenen auch in Zukunft nur im Comic abspielen!


Später erklärte Schütze Jürgen S.,das Flugzeug
für einen streunenden Vogel gehalten zu haben.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 26. Februar 2006 um 19:39 Uhr