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Aus für Gastflüge in Luftsportvereinen! 

Es ist unglaublich. Jeder hat sich darauf gefreut, dass eine Vereinheitlichung der Vorschriften betreffend Luftverkehr, Zulassung und Lizensierung Erleichterungen bringen wird. Schließlich gelten nirgendwo in Europa derart riugide Auslegungen sei es nun im Lizenzwesen oder bei den Medicals. Welch ein Fehler! Wieder einmal schaffen es unsere Behörden, uns Luftsportler bis ins Mark zu treffen.

Gastflüge gibt es ab sofort nicht mehr! 

Zwei Bestimmungen stehen dem entgegen: 

  1. Gastflüge dürfen nur noch durchgeführt werden, wenn der Pilot eine Gesamtflugzeit von 75 Stunden oder 250 Starts nachweisen kann und eine Prüfung beim RP/Luftamt abgelegt hat.  Die Erlaubnis gilt nur für nichtkommerzielle Flüge.
  2. Kommerzielle Flüge sind Flüge, die gegen Entgelt (egal welcher Höhe) durchgeführt werden, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und bei denen der Pilot dem Gast nicht weisungsgebunden ist. Solche Flüge dürfen nur noch von kommerziellen Unternehmen durchgeführt werden, die speziell zertifiziert sind. Außerdem dürfen die Flugzeuge, mit denen die Gäste geflogen werden, ausschließlich von zertifizierten Wartungsorganisationen nach einem zertifizierten Programm  gewartet werden.

 Punkt 1 ist zwar sinnlos, wäre aber mit Geld und Zeit erfüllbar. Punkt 2 bildet aber eine zu hohe Hürde, denn dadurch verteuert sich die Fliegerei im Rahmen eines Vereins derart, dass wir wohl keine Mitglieder mehr halten können.

DAeC schläft

Unser Dachverband, der die Bestimmungen seit langem kennt, schläft wieder einmal den Schlaf des Gerechten. Außer unverbindlichem BlaBla findet man auf der Webseite nichts zu dem Thema. Spricht man mit Politikern über die Rolle des DaEC in dieser Frage, sieht man verdutzte Gesichter ("DAeC - was ist das?").  

Das KInd ist im Brunnen!

Es gibt keinerlei Hoffnung, dass sich hier kurzfristig etwas ändert.   Die einzige Möglichkeit scheint, dass man sich in großer Zahl direkt an das Bundesministerium wendet. Die Kontaktdaten findet man unter http://www.bmvbs.de wendet. Entweder man beschwert sich und fordert Bestandsschutz, oder man fragt, wie man sich überhaupt verhalten soll, denn die Aussagen zu dem Thema sind wirr und widersprüchlich. Die Beamten dort müssen erkennen, dass sie hier Mist gebaut haben!

  

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 11. April 2013 um 12:10 Uhr