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Österreich: Verheerende Luftraumsperrungen

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Das Prinzip die freie zivile Luftfahrt für mehrere Tage mit Gebieten von 100 Kilometern Durchmesser während irgendwelcher Gipfeltreffen zu Unterbinden macht Schule. Nun werden auch im Nachbarland Österreich diese völlig überzogene TRA und TPA's für den VFR Verkehr eingerichtet. Siehe z.B. hier die Sperrung Innsbruck am 6. u. 7. März Versehentlich einfliegende Flugzeuge will man mit militärischen Mitteln entgegnen.

Nicht nur in Innsbruck, auch in Salzburg und Wien sind in wenigen Tagen massive Einschränkungen geplant. Der Einflug in den äusseren TRA Sektor darf innerhalb Österreichs nur mit Genehmigung erfolgen. Kaum zu erwarten, daß diese spontan per Funk für Segelflieger, der keinen exakten Kurs auf dem 100 km langen Schenkel angeben kann und ohne Mode-S Transponder erteilt wird. Siehe hierzu auch das Protestschreiben des Flugsportvereins Stockerau.

Schlimmer ist die Lage noch auf deutscher Seite: Hier darf in den Kreisen um Innsbruck und Salzburg überhaupt kein VFR Verkehr durchgeführt werden, außer Polizei, Bundeswehr oder SAR. Dies ist nachzulesen in den deutschen Notams A0324/06 und A0325/06. Inzwischen liegen sie auf der Webseite des DAEC vor. Die Beschränkungen wurden auf das deutsche Hoheitsgebiet ausgedehnt.

Der ÖAEC hat bereits reagiert: Protest des ÖAEC, und sieht diese Sperrungen als unsinnige Maßnahme an, so als ob man die Wiener Innenstadt für Fußgänger sperren würde.


Von der Luftraumsperrung vcom 11. bis 13. Mai über Wien ist nach Informationen von JAR-Contra auch Diamond Aircraft mit seinen über 400 Mitarbeitern betroffen, die von dem Fluggelände Wiener Neustadt aus ihre Erprobungs-, Abnahme- und Kundenflüge durchführt.

Jar Contra stellt fest, daß es durch die Vielzahl kurzfristiger Sperrungen kaum mehr möglich ist, ohne eine ausgedehmntes Briefing aller relevanten Notams gefahrlos in die Luft zu gehen. Wer eine Zeile übersieht begibt sich in Lebensgefahr, wird mit militärischer Hilfe abgefertigt, und möglicherweise abgeschossen. Unter den Ursachen für diese Art von Regulierung kann nur noch kollektive Angsthysterie bei paranoider Gruppendynamik unter Bürokraten gesehen werden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 11. März 2007 um 12:32 Uhr