Bei uns würde Ihnen geholfen werden können, Herr Dr. Otto Schily...

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..., wenn Ihre Regierung uns lassen würde.

"Mittwoch, 8. Juni 2005, 16.36 Uhr
Die Gewaltkriminalität in Deutschland hat laut GdP den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht... Offiziell will Bundesinnenminister Otto Schily die polizeiliche Kriminalstatistik am morgigen Donnerstag vorstellen. Als Besorgnis erregend bezeichnete Gewerkschaftschef Konrad Freiberg vor allem die erhöhte Gewaltbereitschaft von Jugendlichen."

Sehr geehrter Herr Otto Schily, so wie Ihre Regierung mit unseren Jugendlichen und mit all den ehrenamtlich tätigen Menschen in den Vereinen umgeht, ist eine derartiger Trend doch kein Wunder.

Als Beispiel für die Verzweifelung, die Ihre Regierung zu verantworten hat, möchten wir hier die Geschichte eines Jugendlichen wiedergeben, dessen Vergehen es ist in Deutschland eine Brille zu tragen. Niergendwo auf der Welt wäre das ein Problem gewesen.

Und das war so:


Durch einen „Tag der offenen Tür“ im Sommer 2003 wurde mein Interesse am Flugsport geweckt. Nach einigen Gaststarts habe ich mich erst mal als passives Mitglied angemeldet. Es war bereits September und die Saison so gut wie vorbei.

Pünktlich zum Saisonbeginn habe ich mich im April bei einem neuen Fliegerarzt gemeldet. Er stellte eine Fehlsichtigkeit von -5,25 auf einem Auge fest. (Mit -5,00 hätte ich keinerlei Problem bekommen!) Dieser stellte die Situation jedoch ganz einfach da, man müsste nur bei der Bezirksregierung einen Antrag stellen. Daraufhin habe ich einen Termin bei dem vom Fliegerarzt ernannten Augenarzt vereinbart. Dort wurden die oben genannten Werte bestätigt, diese Werte habe ich bereits seit über 2 ½ Jahren.

Mit dem Untersuchungsbericht vom Augenarzt bin ich dann zur medizinischen Untersuchung zum Fliegerarzt gegangen. Dieser musste mir nach der Untersuchung die Untauglichkeit ausstellen, aufgrund meiner Sehschwäche. Er sagte mir, ich solle direkt bei der Bezirksregierung Düsseldorf Einspruch erheben und mich auf die Bemerkung „JAR FCL 3.340 Sehvermögen Dioptrien >-5 <-8“ beziehen.

Dies tat ich aber erst nach einem Telefonat mit der Bezirksregierung Düsseldorf. Auf die Frage welche Kosten auf mich zu kommen können, wurde mir nur gesagt 200 – 900 EUR.

Mit dieser Aussage war ich alles andere als zufrieden. So wären 200 EUR für mich vertretbar, hingehen eine Summe von bis zu 900 EUR nicht mehr.

Ich stellte trotzdem Einspruch gegen die Untauglichkeit, habe aber im selben Schreiben darum gebeten mir mitzuteilen welche Kosten genau anfallen. Da der mir genannte Kostenrahmen, mir keine Entscheidung über das Verfahren zugelassen hat.

Nach über einem Monat wurde mir mitgeteilt, das mein Antrag auf Überprüfung der Tauglichkeit nun zum Luftfahrt-Bundesamt (LBA) geschickt wurde. Da dort die Überprüfung der Tauglichkeit bei Erstuntersuchungen vorgenommen werde. Daraufhin habe ich telefonisch versucht beim LBA was über Kosten ausfindig zu machen. Am Telefon sagte man mir wieder nur das Kosten von 200 – 900 EUR anfallen können, aber das für die tatsächliche Abrechnung das AMC zuständig sei!

Somit nahm ich telefonisch Kontakt mit dem AMC auf. Dort wurde ich das erste mal über reale Kosten informiert und zwar 250 EUR für die erneute Augenuntersuchung und 50 EUR für das Tauglichkeitszeugnis. Diese 50 EUR würde aber vom LBA berechnet werden. Ich frag mich nur, warum wusste das keiner am LBA! Somit bin ich von Kosten in Höhe von 300 EUR ausgegangen und bin am 09.07.2004 zur erneuten Augenuntersuchung zum AMC gefahren. Nach dem die Untersuchung abgeschlossen war, wurde ich zum Leiter des flugmedizinischen Zentrums gebeten. Dieser informierte mich das nun alle Untersuchungen abgeschlossen seien und er die Ergebnisse prüfen und zur Kontrolle zu einem zweiten AMC schicken würde.

Für diesen Verwaltungsaufwand wären noch einmal 100 – 150 EUR fällig. Ich fragte zwar warum ich das nicht im Vorfeld erfahren habe, willigte dann aber ein. Somit wäre ich also im maximal Fall schon bei 450 EUR gelandet. Dies stellte für mich schon das absolute Limit da!!!

Tatsächlich wurde jetzt vom AMC für die Augenuntersuchung 235 EUR und für die Verwaltung 305 EUR abgerechnet. D.h. die Verwaltungsgebühr ist plötzlich doppelt so hoch wie angekündigt!

Aber es kam noch schlimmer: Nachdem nun alles vom AMC erledigt wurde waren meine Unterlagen wieder beim LBA. Ich fragte telefonisch nach, wie lange die Bearbeitung denn noch dauert. Es war kurz vor dem Fliegerurlaub und ich hätte gerne mit meiner Tauglichkeit daran teilgenommen. Dort wurde mir mitgeteilt das es noch etwas dauert. Auf die Frage: „Es werden vom LBA doch nun nur noch 50 EUR für das Tauglichkeitszeugnis berechnet?“ Wurde mir plötzlich mitgeteilt, das es zusätzlich noch eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 600 EUR vom LBA gibt. Mir war sofort klar, dies ist viel zu teurer! Auf die Frage, warum ich im Vorfeld nicht informiert wurde. Gab es keine vernünftige Antwort. Dies würde so in den Verordnungen stehen und da ließe sich nun mal nichts ändern.

So habe ich am 23.08.2004 zwar meine Tauglichkeit mit Sonderauflagen erhalten, aber gleichzeitig auch eine Rechnung in Höhe von 650 EUR.

Meine Tauglichkeit ist immer nur ein Jahr gültig und wurde auf den Tag der Erstuntersuchung rückdatiert! Somit läuft die Tauglichkeit bereits im April 2005 wieder aus.

Als Sonderauflage muss ich jedes Jahr eine Augenuntersuchung durchführen lassen. Zitat aus den Diagnosen des AMC: “Die jährliche augenärztliche Untersuchung einschließlich der Messung der objektiven und subjektiven Refraktion sind erforderlich, um die Refraktionsentwicklung zu verfolgen. Sollte die Myopie –8,0 Dioptrien in der objektiven Refraktion im stärksten brechenden Meridian überschreiten, erlischt die Sondergenehmigung. Weiterhin muss jährlich eine Fundusuntersuchung in Mydriasis zum Ausschluss von Amotiovorstufen, stattfinden. Da die Myopie mit einem Glaukom vergesellschaftet sein kann, muss auch eine jährliche Messung des Augeninnendruckes stattfinden.“

Ich befürchte diese jährliche Untersuchung ist wieder mit hohen Gebühren verbunden. Gegen das LBA habe ich sofort in Absprache und Zusammenarbeit mit dem Verein Widerspruch eingelegt. Nach unserem ersten Schreiben habe ich ein Informations-Schreiben zur Abrechnungspauschale des LBA erhalten. Ich frage mich nur warum ich nicht vorher über diese Pauschale informiert wurde, in diesem Fall hätte ich das Verfahren überhaupt nicht durchgeführt.

In einem weiteren Schreiben haben wir nun u.a. mit einer Petition gedroht, allerdings noch keine Antwort erhalten. Dies war am 20.09.2004, bis heute keine Antwort.

Insgesamt habe ich jetzt Rechnungen in Höhe von 1.200 EUR vorliegen. Bekannt waren mir maximal 450 EUR und selbst in den ersten Aussagen der Bezirksregierung Düsseldorf und dem LBA war die Rede von 200 – 900 EUR!

Sebastian


Was die Behörden hier veranstalten ist Gewalt. Die Gewaltbereitschaft hat seit rot-grün auch in den Behörden stark zugenommen. Es handelt sich bei der Qualität der behördlichen Gewalt um nichts geringer verwerfliches als z.B. von schwächeren Mitschülern Wertsachen zu erpressen.

Da Sebastian der Gewalt deutscher Behörden nicht gewachsen war, hat er seinen Traum vom Segelfliegen begraben. Aber dieser Schritt alleine genügt nicht, um jetzt noch aus Sumpf der unverschämten deutschen Bürokratie zu entfliehen. Unverschuldet 1200 Euro Kosten am Hals ohne eigenes Einkommen. So schafft man garantiert den Sprung von der Schule in die Sozialhilfe.

Für die Kosten dieses absolut sinnlosen Begutachtungsverfahrens hätte er viele Jahre Segelfug im Verein betreiben können und so eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gefunden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 12. Juli 2005 um 23:40 Uhr