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Segelfliegertag 2007

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Es war wieder mal soweit. Bundesweiter Segelfliegertag, diesmal hatte der DAeC nach Sinsheim in Baden-Württemberg geladen.


Die Zeit war für das umfangreiche Programm knapp, dafür gab es reichlich Platz. Natürlich war auch JAR Contra wieder mit einem Stand vertreten.

 

Stimmung

Gleichzeitig zur Messe im unteren Stockwerk gab es ganztägig Grussworte, Ehrungen, aber auch Fachvorträge in zwei Sälen parallel. Der DAeC fühlt sich eben Traditionen verpflichtet und nachdem Walter Eisele dazu aufgerufen hatte, bei Ehrungen doch bitte Platz zu behalten, scheint dies dann auch geklappt zu haben. Nach über einer Stunde der Grussworte gab es ein, zwei Worte zum Fortschritt der aktuellen Strukturreform des DAeC, doch es dürfe nichts verraten werden ... . Bei der ZÜP sei ein "angemessener Umgang mit Politikern" angesagt und bei den Lufträumen müsse man "Realitäten akzeptieren". Das kennt man schon.

Am Messestand hatte man den Eindruck, dass JAR Contra inzwischen recht gut bekannt ist. Es gab etwas Kritik zu "Diskussionen unter der Gürtellinie", doch wir konnten versichern, dass es da weniger um's Krawall machen als vielmehr um's Aufrütteln geht. Tatsächlich sind wohl zuletzt ein paar Leute – besonders von der Nicht-JAR-Contra-Seite – etwas zu weit gegangen. Wir haben entsprechend gegengesteuert.

 

DAeC Strukturreform

Wie gesagt, es waren nur wenige Sätze zu hören. Die Umschreibung lautete: "Der DOSB hat zuletzt ein Modell präferiert, das zumindest mit 'revolutionär' zu beschreiben ist". Demnach würde sich der DAeC von seinen Landesverbänden lösen und sich nur noch aus seinen Spartenverbänden zusammensetzen. Die Landesverbände dürften aber weiter bestehen bleiben. Der Vorschlag sei nicht ganz neu, ähnle er doch dem, was der Ausschuss "Struktur 2000" in seinem Abschlussbericht auf Seite 51 schon einmal vorgeschlagen hätte.

 

Gespräche

Während es um das Thema ZÜP recht ruhig war, hatten wir Gelegenheit, uns mit einigen online casino bekannten Namen zum Thema Medical zu unterhalten. Selbst manchen Leuten aus der Flugmedizin gehen die Forderung nach dem selbsterklärten Medical noch nicht weit genug, einzig eine vollständige Abschaffung des Medicals wäre ein wirklicher Fortschritt.

Die meisten bekannten Gesichter des DAeC hatten es am Stand von JAR Contra eher eilig. Doch einige Wenige liessen sich ein kurzes Statement nicht nehmen, vielen Dank dafür.

 

Neuigkeiten von der EASA

Die meisten der Fachvorträge handelten von Neuerungen auf europäischer Ebene. Part M wurde vorgestellt, aber auch der Stand der Dinge bei der Light Aviation Pilot License (LAPL). Generelle Haltung des DAeC scheint zu sein, dass Erleichterungen willkommen sind, diese jedoch in der Regel zu Erschwernissen in anderen Gebieten der allgemeinen Luftfahrt führen würden. Oder wie es Referentin Meike Müller ausgedrückt hat: "Wir sind in einem System und wir müssen darin agieren. Ohne Medical läuft man zum Beispiel Gefahr, aus bestimmten Lufträumen ausgeschlossen zu werden."

Bekannte Persönlichkeiten, unter Anderem Roland Stuck, Präsident der European Gliding Union, sind da anderer Meinung.

Befremdlich wirkte der Beitrag von Meike Müller (DAeC) z.B. über das geplanten Flight-Review der LAPL Lizenzen. Diese sollen nicht mehr wie bei der GPL unbegrenzt gültig sein, sondern sollen mit Verfallsdatum wie in der USA ausgestattet werden. Sicherlich der falsche Weg zu den ohnehin hohen Standards, auch noch fortlaufende Überwachung nachzuschalten. Statt dies in Frage zu stellen, überlegt Fr. Müller, wie man das hier implementieren kann. Mehr dazu in einem eigenen Artikel.

Insgesamt auffällig ist, dass konkrete Meinungen, Statements, Vorhaben, Pläne und Ziele in der Regel ausdrücklich der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Man beschränkt sich weitgehend auf das Berichten aus der Vergangenheit.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. Oktober 2015 um 20:49 Uhr