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Aero 2009 -- Wieder ein Erfolg

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...trotz organisatorischer Anfangsschwierigkeiten: Neue Plakate kamen aus diversen Gründen nicht rechtzeitig an. Mit "altem Aufkleber" und geliehenen Stühlen haben wir trotzdem die ersten zwei Tage gut überstanden. Standbesetzung war die gesamte Zeit garantiert. Und JAR-Contra-Kuchen gab es auch.

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Viele Besucher suchten unseren Stand in der Absicht auf, wieder etwas zu unterschreiben. Dabei hatten wir diesmal keine Aktion vorgesehen.

Zwei Gruppen von Besuchern suchten unseren Stand ganz gezielt auf:
  1. Deutschen Piloten: einerseits wollten sie wissen, "wie verhalte ich mich, wenn ich meine Lizenz verlängern muss" und was mache ich, wenn ich eine Aufforderung zur erneuten ZÜP bekomme". Die Unterlagen der AOPA konnten wir zur Verfügung stellen und einige Ratschläge individuell geben. Zum Medical sind auch noch einige Fragen offen. "Fliegen ganz ohne Medical", diese Forderung konnten sich einige nicht vorstellen. Hier gilt es jede Menge Vorurteile abzubauen. Wir haben mitgenommen, dass es notwendig ist auch mit Zahlen und Studien zu argumentieren. Das sollten wir für nächstes Jahr vorbereiten. Es ist erstaunlich, dass es einen großen Anteil Piloten gibt, die sich auf ein "amtliches Medical" verlassen und gutgemeinte Ratschläge von Vereinsmitglieder immer weniger zählen. Das ist Rückschritt, sowohl im sozialen Miteinander, als auch in der Eigenverantwortung. Das sind die Auswüchse "gelebter" Bürokratie.
  2. Ausländische Piloten: wir hatten gar nicht erwartet, dass wir direkt und gezielt von "Ausländern" oder besser anderen Europäern aufgesucht werden. Die Auswirkungen von JAR und EASA bekommen sie jetzt auch zu spüren, und da hat sich herumgesprochen, dass es in Deutschland JAR-Contra gibt. Luxemburger, Schweden und Österreicher, Tschechen, Polen und Kroaten - teils Journalisten hätten am liebsten englische Unterlagen gewollt. Die Kroatische Mannschaft berichtete, dass dort noch nicht einmal hundert Flugzeuge stationiert sind, aber die stehen jetzt wegen einiger Auslegungen der dortigen Bürokraten auf dem Boden. Alle sammelten fleißig unsere Unterlagen und wollten sie für sich übersetzen und nutzen. Die Schweizer waren meist sehr amüsiert über unser deutsches Bürokratentum, aber berichteten, dass sie auch Auswüchse zu spüren bekommen. Der neuste Hit in der Schweiz ist die sogenannte Ramp-Control, (scheinbar haben die Münsteraner Methoden imponiert)

Die Ramp-Control verzögert Flüge bis zu einer Stunde. Papiere (Flugzeug und Personal wird kontrolliert und auch lose Schrauben am Flugzeug gesucht. Die meisten kleineren Länder so wurde berichtet verlassen sich teils auf Deutschland in Bezug auf die Lobbyarbeit bei der EASA, weil ihre kleinen Länder - oder die kleine Anzahl von Piloten und Flugzeugen dort - kaum Einfluss hätte. Sie wollen sich aber unsere Webseite ansehen und die Thematik in ihren Ländern weiterverbreiten.

Sonstiges: Rainer Stammberger war auch am Stand aktiv beteiligt. Er verkaufte seine letzten Exemplare des Buches "Bruchlandung im Namen des Volker" . Eine Neuauflage ist angedacht -- mit "richtigen" Namen der Beteiligten. Zur Zeit gibt es die Informationen unter www.lufthansakapitain.de

Rainer Classe von Pro-Tempelhof hat sich auch eingehend über unsere "Organisationsform" erkundigt.





Es gibt noch genug zu tun - JAR-Contra wird weiterhin an- und zupacken!





Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. September 2009 um 10:53 Uhr